FC Chur 97 – FC Bazenheid 3:5 (3:1)

Ein wahr gewordener Traum

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Bazenheid besiegt im Cup Chur mit 5:3 und schlägt zwei Fliegen auf einen Streich. Zum einen ist es die Qualifikation für den Ostschweizer Cupfinal, zum anderen stossen die Toggenburger in die 1. Hauptrunde des Schweizer Cups vor.

Beat Lanzendorfer

Fussball. Die rund achtzig mitgereisten Fans rieben sich am Mittwochabend nach Ablauf der ersten Hälfte verwundert die Augen. Sie waren Zeugen der wohl besten dreissig Minuten dieser Saison geworden. Trotzdem lag Bazenheid mit 1:3 hinten. Eine Folge des Bruchs, der sich mit dem Ausgleich nach 34 Minuten ankündete und der erst mit dem Halbzeitpfiff endete.

Ein einziger Sturmlauf

Die Gäste waren von der ersten Sekunde an bereit und schnürten Chur in dessen Platzhälfte ein. Dies trug nach zehn Minuten Früchte. Nach einem weiten Freistoss in den Sechzehner reagierte Maksuti am schnellsten und wuchtete den Ball beim zweiten Anlauf zur 1:0-Führung ins Netz. So ging es weiter. Einziger Unterschied: Praktisch die ganze Offensive zeigte Nerven und konnte den Vorsprung trotz diverser Grosschancen nicht ausbauen. Die Strafe folgte nach 34 Minuten. Joos hämmerte den Ball nach einem Corner aus rund 15 Metern unter die Latte. Der nicht erwartete Ausgleich war Tatsache. Es folgte die Phase, in welcher der Bazenheider Defensive die vorher gemeinsam eingenommenen Spaghetti auf dem Magen lagen. Sehr naiv, wie sie sich bei den Gegentoren von Bearth und Kavcic aus den Angeln heben liess.

Ruhiges Gespräch in der Kabine

«Ich habe meiner Mannschaft bei Halbzeit erklärt, dass wir das bessere Team sind. So verabschieden wir uns nicht aus dem Cup. Die Jungs haben meine Worte verstanden. Ich bin stolz auf diese Leistung. Gefreut hat mich auch die Unterstützung der Fans. Hut ab, dass so viele unter der Woche den Weg nach Chur auf sich genommen haben», meinte ein sichtlich gerührter Heris Stefanachi, Trainer der Bazenheider, nach Spielschluss.

Chur statt Prag

Für die St.Galler gab es nach dem Wiederanpfiff kein Halten mehr. Besonders erwähnenswert ist die Einstellung von Jan Ledergerber. Vor geraumer Zeit vier Tage Prag mit seiner Freundin gebucht, kehrte er frühzeitig zurück und half mit, den Traum zu verwirklichen. Gemeinsam mit Jetmir Maksuti, er traf dreimal, avancierte er zum überragenden Spieler. Zwei Tore krönten seine Leistung. Einer, der massgeblichen Anteil am Sieg hatte, war der eingewechselte Sven Düring. Er brauchte nur dreissig Minuten, um sich nachhaltig in Erinnerung zu rufen. Beeindruckend sein Punch und seine Durchsetzungskraft. Bei drei Toren seine Füsse im Spiel, hat sich sein Einsatz bezahlbar gemacht.

Fünf noch dabei

Nun darf Bazenheid bei der Auslosung im kommenden Sommer auf einen grossen Gegner hoffen. Vielleicht wird es ja wieder der FC St.Gallen, der schon 2008 seine Visitenkarte auf dem Ifang abgab. Erstaunlich, vom damaligen Kader sind fünf immer noch oder wieder dabei: Adrian Bernet, Maurin Gregorin und Jetmir Maksuti. Masseurin Irene Geiger war schon damals für die Muskeln zuständig und Trainer Heris Stefanachi lief vor acht Jahren noch als Spieler auf.

Matchtelegramm:

Schweizer Cup Vorrunde

FC Chur 97 – FC Bazenheid 3:5 (3:1) – Ringstrasse – 420 Zuschauer – SR Keskin – Tore: 10. Maksuti 0:1, 34. Joos 1:1, 42. Bearth 2:1, 45. Kavcic 3:1, 52. Maksuti 3:2, 64. Ledergerber 3:3, 65. Ledergerber 3:4, 85. Maksuti 3:5.

FC Chur 97: Savioni; Meier (69. Dragic), Gruber, Kavcic, Joos; Gomes, Elmer (69. Limani), Savalingam; Bearth, Pola, Schwendt
(61. Giacomelli).

FC Bazenheid: Bernet; Dilsiz, Früh, Baumann, De Martin; Ledergerber, Farkas, Gebert; Marjakaj (77. Musliji), Maksuti (91. luis), Beluli (60. Düring).

Verwarnungen: 30. Joos (Spielfreigabe nicht abgewartet). 45. Pola (Foul). Ausschluss: 89. Savioni (Notbremse).

Bemerkung: Bazenheid ohne Stadler und Mlinaric (beide gesperrt), Schrepfer (beruflich abwesend), Perri, Negro und Läng (alle verletzt).

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