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Interview mit Dejan Baumann (Captain 1. Mannschaft/ zukünftiger Sportchef)

Dejan, es ist deine letzte Saison und nun ist die Rückrunde abrupt gestoppt vom Coronavirus. Was ist dir durch den Kopf als diese Nachricht kam?

Wir haben ja relativ kurz vor Meisterschaftsstart am Freitagabend erfahren, dass wir vorläufig nicht spielen werden. Als ich dann gemerkt habe, dass bis im Mai sicher keine Spiele stattfinden, war das im ersten Moment schon ein Schock. Nicht einmal, weil ich dachte, ich könnte nicht mehr spielen, sondern viel mehr, weil wir in den letzten Wochen gut und intensiv gearbeitet haben und bereit gewesen wären für den Auftakt in die Rückrunde.

Falls die Saison komplett beendet wird, ist es für dich eine Option die Hinrunde doch noch zu spielen?

Nein, ich habe mich vor Weihnachten für diesen Weg entschieden. Egal ob wir nochmals spielen oder nicht, ich werde im Juni ja trotzdem 38 und im Juli zum zweiten Mal Papa. Genug ist genug. Es gibt auch andere spannende Bereiche im Fussball, die mich reizen.

Wie ist die Stimmung in der Mannschaft bezüglich des unklaren Verlaufs der restlichen Saison?

Die ganze Situation ist schon sehr speziell, es betrifft ja nicht nur den fussballerischen Alltag, sondern das ganze Leben ist zurzeit auf den Kopf gestellt. Wir haben von unserem Trainer einen Wochenplan erhalten, den hoffentlich möglichst alle einhalten. So hoffe ich, dass wir die gute Stimmung aus dem Trainingslager halten können. Wichtig ist einfach bereit zu sein, falls es doch noch losgeht. Körperlich und mental.

Nicht nur der Saisonverlauf ist anders als geplant, auch ein neuer Trainer hat Mitte Februar übernommen. Wie läuft es mit Raffael Spescha bisher und merkt man den neuen Einfluss bereits in der Mannschaft?

Bisher können wir alle sehr zufrieden sein. Es war sicherlich wichtig mit ihm zusammen ins Trainingslager nach Lissabon zu fahren. Da konnte man sich eine ganze Woche lang aneinander gewöhnen und kennenlernen. Er hat die Mannschaft vom ersten Moment gepackt und bereits in den ersten Trainings sah man seine Philosophie und Leidenschaft für den Fussball. Die Spieler waren wieder mit vollem Enthusiasmus dabei, das ist das was zählt und uns weiterbringt. Und auch den Spielern wieder Spass macht.

 

Im Sommer bleibst du dem FC Bazenheid als Sportchef erhalten. Was hat dich dazu bewogen dieses Amt zu übernehmen?

In den vergangenen Jahren haben Hasä Stadler und ich immer wieder mal darüber gesprochen, dass das etwas für mich sein könnte. Für mich war aber klar, dass ich dafür meine aktive Karriere beenden muss und das hat sich Jahr für Jahr ein wenig hinausgezögert. Ich bin mit einem kleinen Unterbruch seit Sommer 2000 hier, da ist mein Verein. Ich will den guten Ruf, den sich der FC Bazenheid erarbeitet hat, weiterprägen.

Freust du dich aufs neue Amt? Welche Herausforderungen reizen dich beziehungsweise denkst du erwarten dich?

Ja ich freue mich darauf, aber habe auch grossen Respekt davor. Ich weiss, was Hasä in den letzten Jahren an Leidenschaft und Zeit geopfert hat. Aber es ist wie überall im Leben, wenn man etwas macht, dann sollte man es richtig und engagiert angehen. Es reizt mich trotz oder genau wegen unseren bescheidenen finanziellen Mitteln eine Mannschaft auf die Beine zu stellen, welche nicht nur konkurrenzfähig ist, sondern auf und neben dem Platz begeistern kann.

 Bist du durch die Unterbrechung der Saison schon früher ins Amt gerutscht?

Offiziell ist Hasä Stadler bis im Sommer unser Sportchef, aber natürlich geht es jetzt bereits um die Kaderplanung über den Sommer hinaus und da bin ich, auch dank der frei gewordenen Zeit, bereits aktiv. Als Unterstützung war ich aber bereits bei den Gesprächen im letzten Sommer und auch in der Transferperiode im Winter mit dabei. Hasä Stadler wird in der Zukunft in anderen Bereichen aber nach wie vor für uns eine sehr wichtige Unterstützung sein und da sind wir wahnsinnig froh.

Wurden die Aufgaben des Sportchefs durch den Coronavirus auch gestoppt oder konnte schon einiges gemacht werden? 

Raffael Spescha und ich haben die letzten beiden Wochen bereits mit sämtlichen Kaderspielern über die nächste Saison gesprochen und jetzt geht es um neue interessante Spieler, mit welchen wir in Kontakt stehen. Etwas Gutes hat die Corona-Zeit, wir können uns sehr früh und intensiv um die neue Saison kümmern. Das wäre bei einer normalen Rückrunde für mich zeitlich sehr schwierig geworden alles unter einen Hut zu bringen.

Was sind deine Ziele als Sportchef des FC Bazenheid für die Zukunft? (bei allen 3 Aktivmannschaften, im Juniorenbereich)

Ich will zusammen mit Raffael Spescha eine neue positive Ära starten. In der jetzigen Phase müssen wir nicht über Tabellenplatz oder Rangierungen sprechen, sondern wir wollen einfach wieder eine spielerisch aussergewöhnliche Truppe mit Leidenschaft und Power sehen. Wir wollen begeistern. Daneben ist es aus unser Ziel im Vorstand, dass wir auch im Juniorenbereich einige Baustellen angehen und versuchen die Strukturen noch besser zu machen. Unser Ziel muss es sein, dass auch wieder eigene Junioren ein Thema für unsere 1. Mannschaft werden. Das braucht Zeit, aber wir gehen das an.

Wie schätzt du die zukünftige Zusammenarbeit mit dem Präsidenten Danny Lüthi ein?

Wir sind ja seit mehreren Jahren gute Freunde. Ich habe ihm versprochen, falls er das Präsidentenamt annimmt, ihn in den verschiedenen sportlichen Bereichen zu unterstützen. Somit ist das eine optimale Voraussetzung im gegenseitigen grossem Vertrauen. Zudem ist er als Präsident sehr engagiert und wir können viele Ideen und Ziele gemeinsam angehen. Es macht im Moment sehr viel Spass, viele neue, junge, hungrige und vielleicht ein bisschen positiv naive Typen wollen zusammen etwas bewegen.

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